Boatpeople – freedom and borders, Margret Kohler-Heilingsetzer Begehbare Schiffsinstallation mit 250 Terrakotten und headlines, Boot und Graphiken In Galerie Eboran 1060 Wien, Stumpergasse 7, 10.5. Eröffnung 19 uhr – 1.6.2019

Die Wiener Künstlerin Margret Kohler-Heilingsetzer arbeitet projektbezogen mit den Medien Druckgrafik, Zeichnung, Fotographie, Terrakotta und Installation. Angeregt durch Aufenthalte in Mexiko und Peru beschäftigt sie sich seit den 1990er Jahren mit außereuropäischen indigenen Kulturen, die sie zur Herstellung von kleinen Terrakottaköpfen inspirierten. Als Künstlerin/Grafikerin fasziniert vom Meer mit Stränden und Gezeiten, entstehen Fotografien und Drucke. In Italien wurde sie früh mit den Schicksalen der Bootsflüchtlinge konfrontiert.

Das Schiff als Metapher für Flucht, Aufbruch und Illusion von einer besseren Zukunft, ist Ausgangspunkt für Arbeiten im Bereich von Fotografie und Grafik und wurde seit 2006 zu einem ongoing project. Die vielen kleinen ausdrucksstarken, individuellen Terrakottaköpfe verschiedener Ethnien mit unterschiedlichster Herkunft und Geschichte entstehen aus der Fantasie, durch Medien und Begegnungen, und waren als „Passagiere“ auf verschiedenen Booten unterwegs. Bei jeder neuen Installation kommen weitere hinzu. Die Köpfe, Einzelpersönlichkeiten, Fremde sollen neugierig machen und positiv stimmen.

Es entstanden Fotoserien(„inszenierte Fotografie“ Dieter Schrage), die seit 2009 druckgrafisch in Offset umgesetzt werden. Im Studium auf Tiefdruck spezialisiert, enstehen seit den 90er Jahren durch analoge und digitale Fotografie selbst produzierte Offsetplatten. Eigene Herstellungs- und Druckprozesse sind wertvoll zu Ideenfindung und Experiment.

 

“dream of a better life“, collagierter Offsetdruck, 2016 bei Grafikbiennale, Portugal wird erstmals in Wien gezeigt. Seit 2017 entsteht die Serie “departure – arrival“, collagierte Drucke

Was das Ankommen/Arrival betrifft, erkennen wir wie negativ sich die Situation für Flüchtlinge seit 2017/18 in Europa und Österreich entwickelt hat durch rechtspopulistische

Regierungen, generelle Kriminalisierung aller Asylanten. In Österreich- was kann man von einer Regierung erwarten, die unsere Erstaufnahmestelle für Asylanten Traiskirchen in Ausreisezentrum umtauft und eine staatliche Agentur/ Innenministerium die Beratung übernimmt anstelle der langjährigen wertvollen Arbeit der Diakonie, Caritas, NGO´s.

Rücksendung ist leider Hauptanliegen auch der österreichischen Regierung,besonders nach

Libyen, für die EU und österreichische Regierung ein Partner, wo in Internierungslagern laut ExpertInnen und wichtigen Organisationen unhaltbare, menschenrechtsverletzende Zustände herrschen. Begriffe wie Humanität, Solidarität verschwinden. Religiös motivierte und andere Hilfsorganisationen werden nicht mehr geschätzt sondern desavuiert. Rettungsschiffe von     NGO´s werden gehindert, Menschenleben zu retten.

 

Europa ‚feiert‘ derzeit den Rückgang der Flüchtlinge übers Mittelmeer. Italien schließt die

die Häfen, unter Beifall der österreichischen Regierung. Gepriesen seien engagierte italienische Bürgermeister wie von Palermo, Livorno ua.

Den Fluchtursachen besonders Afrika betreffend begegnet man in Politik und Wirtschaft oft nicht mit nötigem Verständnis. Experten zählen zu wenig bei manchen Politikern.

M.K-H,2019

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